Golemův šém

Kakaobaum, Kakao und Schokolade

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Der Kakaobaum (Theobroma Cacao) ist ein Baum mit der Höhe von 4-12 m und mit durchschnittlich 20 cm dicken Stamm. Seine verhältnismäßig kleinen Blüten ohne Duft wachsen während des ganzen Jahres in Büscheln direkt von starken Ästen und Stamm. Obwohl Kakaobäume reichlich blühen, sie bringen ziemlich wenig Früchte, denn die Mehrheit der Blüten fällt ab und nur ein kleines Prozent von ihnen entwickelt sich zu Früchten. Die Blüten sind weiß oder rosa, ohne Aroma und viel Nektar und die Insekten beachten sie nicht besonders. Es kommt bei ihnen zu Allein-Bestäubung oder Bestäubung durch eine kleine Spinnenart (Forcipomyea). Etwa 4 bis 5 Monate nach Abblühen reifen die Früchte, deren Größe unterscheidet sich je nach der Kakaobaumart. Sie können bis zu 25 cm lang und 10 cm nach breit sein, ähnlich einer Gurke.


Innen befinden sich 30 bis 70 schwarzbraune, ovale, etwa 3 cm große Samen, sogenannte Kakaobohnen. Nach der Ausschalung werden die Samen gereinigt, fermentiert, getrocknet und dann in eine Schokoladefabrik gebracht. Hier werden die Kakaobohnen geröstet und nach schälen zermahlen zu einer fetten Kakaomasse, die weiter mit Zucker, beziehungsweise mit weiteren Zutaten vermischt wird, und aus der Mischung wird dann Schokolade erzeugt. Ein Teil der Kakaomasse wird wärmegepresst, damit Kakaobutter und Kakaopulver abgesondert werden könnten. Kakaopulver beinhaltet, außer mineralischer Salze und einer Reihe von weiteren Stoffe, das Alkaloid Theobromin, dessen stärkende Einflüsse bei körperlichen und geistigen Müdigkeit nutzten die Indianer bereits vor Jahrhunderten.


Die Azteken nannten den Kakaobaum „cacauati“ und dieser Name wurde mit kleinen Änderungen auch durch die Europäer übernommen. Den gleichen Ursprung hat auch das Wort Schokolade, denn die Erzeugnisse und Getränke aus Kakao hießen „chocolati“.

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Der ersten Europäer, der ein Kakaobaum gesehen hat war Christoph Kolumbus, aber erst der spanische Eroberer des Aztekenreiches Fernando Cortez brachte im Jahre 1528 Kakaobaumfrüchte und Schokofladen nach Europa und legte sie dem spanischen König vor. Die Neuigkeit hat am königlichen Hof keinen großen Eindruck hinterlassen. Die Schokolade wurde erst dann beliebt, wenn man begann es zu süßen. Die neue Delikatesse war ursprünglich sehr teuer und nur die reichsten Leute konnten sie sich erlauben. Schokolade begann den Weg in die ganze Welt erst nach der Entdeckung des spanischen Geheimnisses durch die Italiener, Franzosen und Holländer.

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